Drei tage Krank ohne Krankmeldung

Dreitägige Krankheit ohne Krankenstand

Das Gesetz sieht bis zu drei Tage für die kurze Erholungspause vor. Dies gilt auch für Zeiträume von maximal drei Tagen. Die ersten beiden Tage des Krankheitsurlaubs ohne gelbes Zeugnis sind daher zulässig. Die ersten drei Tage der Abwesenheit brauchen wir.

Existieren die vermeintlichen "3 freien Tage" wirklich?

Jemand sagt zu seinem Kollegen: "Du, hör zu, ich werde morgen nicht hier sein, ich muss für einen Tag krank werden - meine Darlien müssen aus dem Boden, der erste heftige Frosteinbruch wird angekündigt. "Der staunende Anblick der adressierten Person lässt uns weitermachen: "Nun, wir haben 3 Tage frei, an denen Sie krank werden können, ohne einen Krankenversicherungsschein vorzuweisen!

22 Abs. 1 TV-L (Vergütung im Krankheitsfall) besagt: "Werden Arbeitnehmer durch unverschuldete Erwerbsunfähigkeit an der Ausübung ihrer Tätigkeit gehindert, so werden sie für einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen entlöhnt". Das macht deutlich, dass man nicht "krank machen" kann, sondern "krank sein" muss und durch diese Erkrankung (!) am Arbeiten gehindert wird.

5 Abs. 1 EZG bestimmt, dass in diesen Fall der "Verhinderung von Erwerbsunfähigkeit durch unverschuldete Arbeitsunfähigkeit" der Arbeitnehmer dazu angehalten ist, "den Unternehmer über die Erwerbsunfähigkeit und deren wahrscheinliche Dauer zu unterrichten. Wenn die Erwerbsunfähigkeit länger als 3 Tage (nicht Arbeitstage) andauert, muss der Arbeitnehmer der Geschäftsstelle oder dem Betrieb ein ärztliches Zeugnis über das Vorliegen der Erwerbsunfähigkeit und deren wahrscheinliche Dauer vorlegen.

Die Arbeitgeberin ist befugt, die Ausstellung der medizinischen Bestätigung früher zu fordern. Bei krankheitsbedingter Erwerbsunfähigkeit muss der Mitarbeiter den Unternehmer sofort informieren, da eine kurzfristige Erwerbsunfähigkeit zu Problemen im Betriebsablauf führen kann und der Unternehmer sich frühzeitig auf solche Beeinträchtigungen einrichten kann. "Sofort " heißt ohne Schuldzuweisung, in der Regel möglichst frühzeitig am ersten Erkrankungstag.

Lediglich muss gewährleistet sein, dass die Informationen auch wirklich beim Auftraggeber ankommen. Zu den geforderten Informationen zählt nicht nur die Feststellung der Erwerbsunfähigkeit, sondern auch eine Erklärung über die zu erwartende Arbeitshindernisdauer, damit der Unternehmer wirksame Massnahmen zur Arbeitsorganisation ergreifen kann. Eine Angabe des genauen Grundes der Erwerbsunfähigkeit, d.h. der Krankheitsform, ist nicht erwünscht.

In der Vorschrift, dass der Mitarbeiter bei einer Krankheit von bis zu 3 Tagen kein ärztliches Attest vorzulegen hat, wird der Umstand berücksichtigt, dass ein Hausarzt in der Regel nicht konsultiert wird, insbesondere bei Kurzzeitkrankheiten. Bei längerfristigen Krankheitsbildern sollte der Mitarbeiter dagegen aufgefordert werden, im eigenen Gesundheitsinteresse ab dem vierten Tag den behandelnden Arzt beizuziehen.

Wenn die Erwerbsunfähigkeit mehr als 3 Tage andauert, ist der Mitarbeiter dazu angehalten, dem Auftraggeber ein ärztliches Attest über die Erwerbsunfähigkeit und deren wahrscheinliche Aufenthaltsdauer zu unterbreiten. Dieser muss dann natürlich die Unfähigkeit, vom ersten Tag an zu arbeiten, festhalten. Bei Nichteinhaltung dieser Pflicht ist der Dienstgeber befugt, die weitere Auszahlung der Leistungen zu versagen.

An dieser Stelle sei noch einmal darauf verwiesen, dass bei Erwerbsunfähigkeit immer von einem Kalendertag und nicht von einem Arbeitstag die Rede ist! Schließlich noch ein paar Bemerkungen zur möglichen Forderung des Arbeitsgebers, ein ärztliches Attest vorzeitig als drei Kalendertage nach Fristablauf vorzulegen.

Die Arbeitgeberin kann bis auf weiteres die Vorlage eines ärztlichen Attests am ersten Tag jeder Erwerbsunfähigkeit verlangen. Eine solche Verfügung ist in der Regel vor allem dann in Erwägung zu ziehen, wenn ein Mitarbeiter im Verhältnis zu anderen Arbeitnehmern seiner Altersklasse bis zu drei Kalendertage lang bemerkenswert oft krank wird; dasselbe trifft z.B. auch auf bemerkenswert oft auftretende "Montagskrankheiten", angekündigte "Krankheitstage", Mehrfachbeschäftigung oder Fahrten während der vermeintlichen oder bestätigten Erwerbsunfähigkeit zu.

In diesem Falle kann der Dienstherr jedoch nicht die Vorlage eines Arztzeugnisses von einem Arzt oder einem Gerichtsmediziner fordern. Bei Zweifeln an der Erwerbsunfähigkeit des Mitarbeiters und damit auch an der Ordnungsmäßigkeit des eingereichten Arztzeugnisses kann der Unternehmer ein Gutachten des Ärztlichen Dienstes erwirken. Allerdings genügen allein die subjektiven Bedenken des Unternehmers hinsichtlich der geltend gemachten oder nachgewiesenen Erwerbsunfähigkeit nicht; es muss einen objektiven Grund für Bedenken geben, ohne dass es dafür festgelegte Regelungen gibt.

Lassen Sie uns aus den vorangegangenen Aussagen eine kurze Schlussfolgerung ziehen: "Krankfeiern" im wahrsten Sinn des Wortes wäre ein Mißbrauch der oben genannten sozial-rechtlichen Regelungen, und die fristgerechte Erholung der Knollen der Dahlien vor dem ersten Frosteinbruch ist und bleibt eine Freizeitaktivität.

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