Tickets Teurer Verkaufen Illegal

Illegaler Verkauf teurer Tickets

verkaufen oft gefälschte Tickets auf zweiten Plattformen wie viagogo. Einige Tage vor dem offiziellen Verkaufsstart waren dort Adele-Tickets erhältlich. Das ist nicht gesetzlich verboten, da der Ticketverkauf illegal ist. viagogo ist eine Ticketbörse, die Menschen, die nach Tickets suchen, mit denen verbindet, die Tickets zum Verkauf anbieten. Sie haben ein Ticket zum Verkauf angeboten und möchten es nun selbst nutzen.

Bundesliga: Der risikoreiche Schwarzgeldhandel

Viele Liebhaber der Grünweißen kommen hierher auf dem Weg zum Weser-Stadion. Dort erwirbt er Tickets von Liebhabern, die Ersatzkarten zum Nominalwert haben. Die andere ist der Kurier: Er geht im Stollen hin und her, tauscht Tickets und Bar. Der eine hat also immer genug Kleingeld, um Tickets zu kaufen - und der andere ein genügendes Verkaufsangebot.

Für Tickets für die ausverkauften Spiele sind einige Zuschauer gewillt, viel Kohle auf den Spieltisch zu bringen. Man propagiert das "Fußball-Familienerlebnis" und verzichtet dabei auf mehr Eintrittskarten. Natürlich mögen sie es nicht, dass schwarze Händler das Potential ausschöpfen und jene Käufer betreuen, die für Tickets viel mehr als den ursprünglichen Preis bezahlen wollen.

"Mäßige, sozial verträgliche Tarife sind ein wichtiger Bestandteil des Zuschauer-Booms in der Bundesliga", sagt DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig. Nach Angaben der DFL ist der Ticket-Schwarzmarkt für fast alle Vereine der ersten und zweiten Liga ein Dilemma. Für fast alle Ligaspiele gibt es Schwarzmarktangebote, bei denen der Markt bei Vereinen mit einer hohen Basisauslastung der heimischen Spiele ausgeprägter ist als bei Vereinen mit einer geringeren Nachfragesituation - endlich gibt es hier ein ausreichendes Preisangebot zum Normalpreis.

Doch nicht nur die überzogenen Tarife sind es, bei denen sich Verbände und Ligaverbände aufhalten. "Zudem sind auf dem schwarzen Markt gehandelte Tickets oft falsch oder blockiert, so dass die Zuschauer nicht nur zu hohe Eintrittspreise bezahlen, sondern auch Tickets kaufen, mit denen der Zutritt zum Fußballstadion nicht möglich ist", sagt DFL-Geschäftsführer Rettig.

Hinsichtlich der Stadionsicherheit kann auch der schwarze Markt ein Problem darstellen: "Der unkontrollierte schwarze Markt kann zu unerwünschten Verwechslungen zwischen den Spielern beider Teams führen", so Rettig. "Mit dem Kauf eines Tickets erhält der Erwerber das Eigentumsrecht an dem jeweiligen Los und damit auch das Recht zum Weiterverkauf", erläutert Johan-Michel Menke, Sportrechtler und Gesellschafter der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek in Hamburg.

Wer Tickets gewerblich vertreibt, muss nämlich ein Unternehmen registrieren und sein Einkommen besteuern. Ebay Großhändler sowie Ticket-Plattformen wie Bundesliga-Tickets. de oder Wiagogo können die Preise verfolgen, zu denen die Tickets angeboten werden. Doch wer dort Tickets zum Kauf anbieten will, registriert oft auch ein Unternehmen und bezahlt dafür Steuer.

Zur Durchsetzung des Verbots des Weiterverkaufs zu hohen Kosten steuern die Clubs speziell Bahnsteige wie z. B. Wiagogo und Ibay - und fordern bei Zuwiderhandlungen Konventionalstrafen von bis zu 10: "Auch überteuerte Weiterverkaufskarten können von den Clubs blockiert werden, so dass der Einkäufer keinen Zugang zum Fußballstadion hat", sagt Rechtsanwältin Menke.

So hat der HSV im Jahr 2008 eine Klage gegen Bundesliga-Tickets beim BGH eingereicht. de - und hatte zum Teil Recht: Der Onlinehändler war nicht befugt, Tickets im Voraus zu kaufen und in der Folge auf seiner eigenen Bühne zu höheren Preisen anbieten zu dürfen, entschied die Jury (Aktenzeichen: I ZR 74/06). Die Rechtslage ist jedoch anders, wenn Privatleute die von den Clubs gekauften Tickets an den Fachhändler aushändigen.

Denn die Bundesligamannschaften gewähren ihren Zuschauern kein Recht auf Rückgabe der gekauften Tickets. "Die überzähligen Tickets sollten von einem Ventilator weiterverkauft werden können, um sie nicht verstreichen zu lassen und um sie für interessierte Ventilatoren wieder verfügbar zu machen", sagt DFL-Geschäftsführer Rettig. Er darf jedoch nicht zu hohen Kosten veräußert werden. Ein Zuschlag von etwa zehn Prozentpunkten auf den ursprünglichen Preis ist erlaubt.

Schliesslich sollen nach Ansicht des Sportrechtlers Ménke auch die Ventilatoren die Moeglichkeit haben, ihre Ausgaben erstattet zu erhalten. Manche Clubs stellen ihren Zuschauern nun eigene Online-Plattformen zur Verfügung, auf denen sie ihre Tickets zum Original-Preis bereitstellen. Die DFL will auch für die kommende Bundesliga-Saison 2015/2016 ein solches Sonderangebot lancieren, das den Wiederverkauf von Tickets von Fan zu Fan zu fairem Preis gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ermöglich.

Er kann den Kaufleuten die geschäftliche Basis nehmen, indem er die überzogenen Kosten einfach nicht bezahlt. Für den VfB St. Pauli zum Beispiel geht das ganz gut: Schwarze Kaufleute werden von den Befürwortern des Zweitliga-Vereins missbraucht, sie werden von den Zuschauern missbraucht und verbleiben oft auf ihren Tickets. Ein Erlebnis, das der bremische Handelsvertreter K. bestätigt: "Ein Kunde befindet sich immer am Ende".

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